Hopkins Architects, London

16.07.2012 – 31.08.2012

Die Ausstellung des britischen Architekturbüros Hopkins Architects gibt einen Überblick
über ihre bekanntesten Werke mit besonderem Fokus auf die Arbeiten des letzten
Jahrzehnts.
Das Büro wurde 1976 gegründet und zeichnet sich vor allem durch seine sorgfältig ausgearbeiteten und nachhaltigen Gebäude aus. Besonderer Wert wird auf den bestehenden Kontext und die Historie des Ortes gelegt. Die Gebäude gehen gezielt auf die Umgebung ein und versuchen, den vorgefundenen Charakter zu stärken. Oft werden lokale Materialien und Details verwendet, die durch Hopkins Architects zeitgemäß interpretiert werden. Dieser Ansatz hat maßgeblich dazu beigetragen, daß Hopkins
Architects in ihrem 36-jährigen Bestehen fast alle bedeutenden Architekturpreise
gewonnen haben.

Die ‚timeline’ in der Ausstellung gibt einen kurzen Überblick über fertiggestellte Projekte
im Wandel der Zeit. Die gezeigten Gebäude sollen einen Eindruck vermitteln, wie sich die
architektonische Formensprache des Büros verändert hat, obwohl man sich seinen
gestalterischen Grundprinzipien treu geblieben ist.

Der Mound Stand des Londoner Lords Cricket Ground hat in den 80’er Jahren Schlagzeilen gemacht. Die elegante Stahlstruktur mit den Membrandächern heben sich deutlich von den historischen Backsteinbögen ab. Die Grenze zwischen Bestand und Ergänzung wird klar definiert und mit eleganten und damals zeitgemäßen Mitteln realisiert.
Diese Herangehensweise zieht sich wie ein roter Faden durch die Projekte des Büros und wird besonders deutlich an Bauwerken wie dem Schlumberger Forschungszentrum in Cambridge, dem Opernhaus in Glyndebourne, sowie dem neuen Parlamentsgebäude direkt neben den Houses of Parliament in London.

Im 21. Jahrhundert haben Hopkins Architects ihren Schaffensbereich über die Grenzen von Großbritannien hinweg ausgeweitet und waren in Japan, dem Europäischen Festland, Indien, USA, und dem Mittleren Osten aktiv.
Viele dieser aktuellen Projekten sind Teil der Ausstellung, wie z.B. das Shin Marunouchi
Hochhaus in Tokyo, Gate Village in Dubai, die LEED Platinum zertifizierte Kroon Hall für die Fakultät der Forst- und Umweltwissenschaften.

Architekturgalerie

Türkenstr. 30 (Eingang über Architekturbuchhandlung L. Werner)
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