Kai Feldschur

Malerei

11.01.2019 – 17.03.2019

Kai Feldschur
Atelier 2, 2016
Acryl und Ölfarbe auf Baumwolle
120 x 160 cm

Der 1972 in Rodewisch im Vogtland geborene Künstler studierte in Berlin an der Kunsthochschule und an der Universität der Künste. 2003 schloss er als Meisterschüler von Professor Hödicke ab.
Kai Feldschur scheint der urbanen Malerei am nächsten zu stehen. Aber schon das ist eine optische Täuschung. Seine Stadtbilder von Helsinki, Berlin und anderen Orten sind alles andere als psychologisierende Raumstudien von bestimmbaren Gegenden.
Im Modus der Alltäglichkeit und der scheinbar fotografischen Perspektive malt er komplexe Bilder, in denen der Rekurs auf die Malerei, der Zusammenhalt von offenen und geschlossenen Strukturen, die klare, komplementäre Kontraste aufrufende Farbigkeit und das Licht, das von artifiziellen Sonnen zu kommen scheint, genauso wichtig, im Grunde sogar wichtiger sind als das Dargestellte. Zwar basieren diese Bilder auf konkreten Beobachtungen, aber sie entziehen sich jeder Kategorisierung zwischen Eindruck und Ausdruck. Die Menschen darauf sind mitten in der Bewegung stillgestellt wie Marionetten auf einer Bühne. Der konkrete Raum wird so in eine Künstlichkeit überführt, die unsere Wahrnehmung gleich mehrfach bricht. Die Hinweise auf die Orte des Geschehens verrätseln diese eher, als dass sie etwas über sie mitteilen.
Dicht oder gar stark hervortretend ist die Ölfarbe auf die Leinwand aufgetragen. Stets kraft und schwungvoll im Duktus wird hier ein spontaner, aber nie zufälliger Eindruck von Alltags- und Reiseimpressionen aber auch Gemütszustände vermittelt. Auf vielen seiner Bilder finden sich direkte Verweise auf große Meister wie Vermeer, Picasso oder Rey Lichtenstein. Die Arbeiten von Kai Feldschur eröffnen einen imaginären Raum; sie sind voller Assoziationen, die der Künstler mit spitzbübischen Hintersinn zur Diskussion stellt.

 

 

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