„Ein Tier, eine Nacht, ein Schrei, ein Mensch“ – CoBrA meets Mariko Saito

Alechinsky, Appel, Constant, Jorn, Saito

08.09.2023 – 10.11.2023

Vor 75 Jahren gründete sich in Paris die Gruppe CoBrA (1948-1951). Angesichts der Trümmerlandschaften, die Hitlerdeutschland in Europa hinterlassen hat, ging es dabei um den positiven Blick nach vorn ebenso wie um die kritische Auseinandersetzung mit der jüngsten Vergangenheit. Entgegen der Tendenz zu farblich reduzierter Abstraktion malte man starkfarbige, in ihrer scheinbaren Naivität provozierende Figuren.
Papierarbeiten von Pierre Alechinsky, Karel Appel, Constant und Asger Jorn verweisen in der Jubiläumsausstellung auf Grundsätze von CoBrA wie Phantasie und Suggestion, Expressionismus und Bad Painting, Kinderkunst und den „Schmutz“ der Straße.
Bis heute hat sich die CoBrA-Malerei nicht überholt. Vielmehr dient sie Künstler:innen als Reibungsfläche für ihre Praxis; so auch der in Paris lebenden Mariko Saito (*1979), die unser Schaufenster in einer Malaktion bespielen wird. Denn „in der heutigen materiellen und konsumorientierten Gesellschaft“ ist ihr „der Akt des Austauschs unsichtbarer Energie“ besonders wichtig.

COBRA 4 (1949)
CoBrA-Bulletin, Nr. 4 (Cover), Archiv van de Loo

Stiftung van de Loo

Gabelsbergerstr. 19
80333 München

Tel. +49 (0) 89 226 270

stiftung-vandeloo.de

Öffnungszeiten

nach Vereinbarung geöffnet

nicht barrierefrei