Christiane Möbus

Foxes and Feathers – Kingsize

12.09.2020 – 06.02.2021

Die Möbus arbeitet als höchst eigensinnige „Enkelin“ von Duchamp bevorzugt mit „fertig gemachtem“. Das ist erstmal Natur: z.B. Eisberge, Schnee, Federn, ein Schmetterling. Dann Kleidungsstücke, die oft auch eine Geschichte mitbringen. „Fertige“ Steine wie Kanonenkugeln oder Florentiner Pflastersteine. Schiffe, die mitunter sehr groß sein können, ebenso wie LKWs. Sportgeräte: Barren, Sprungpferde und – seit sehr langem auch: Tiere, Tierpräparate.

Das erste Tier war sie selbst, als sie sich 1971 ein Federkleid bastelte und darin wildgraziös über die Wiese flog. Es folgen Fische, Raben, Schwäne… Im Münchner Kunstforum 1991 höchst verstörend eine veritable Gemse. In Hannover lastete eine riesige hölzerne Arche auf dem Rücken einer ganzen Menagerie. In Nürnberg schwebte eine traumhafte Giraffe in der großen Halle, Titel: „Küsse für den König“. Letztes Jahr krähten drei Hähne hallend durch die Berliner Nikolaikirche, Titel: „Männersache“.

In ihrer neuesten Arbeit sind es zwei Füchse und viele Gänse, von denen aber nur die Federn da sind.

Christiane Möbus
Foxes and Feathers – Kingsize, 2020
2 präparierte Füchse, Gänsefedern, Holzbett
ca. 50 x 250 x 250 cm
Foto: C.M.

 

 

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