Adi Hösle

Fotogenetic codes

25.03.2021 – 18.05.2021

Die Münchner Galerie Heckenhauer zeigt die neuesten Arbeiten des Künstlers Adi Hoesle,  aus dessen Werkreihe „fotogenetic codes“.  Er selbst bezeichnet sich als „Retrogradist“. Das ist programmatisch zu verstehen. In diesem Zusammenhang steht auch die Rückführung von fremden Kunstwerken auf ihren mathematischen „Quellcode“.

Das Digitalisat – also der Binärcode 1-0 – stellt die Suche nach einer Objektivierung von Bildinhalten in unserer digitalen Realität dar, nach einer meß- und fühlbaren Wahrheit des Bildes, nach einem technischen „vera icon“. In den neuesten Papierarbeiten, Leuchtkästen und großformatigen Diasecarbeiten spürt  er mittels  hierfür entwickelten Softwares dem ästhetischen Quellcode der Bilder nach. Ausgangspunkt sind digitale Vorlagen z.B. „Das Jüngste Gericht“ von Micheangelo Buonarroti, die er dann in ihren Binärcode transferiert. Minimale Eingriffe in den „fotogenetischen code“ führen zu einem komplett veränderten Bild. Die ursprüngliche Bildwelt ist nicht mehr lesbar und wird teilweise in eine unendlich erscheinende abstrakte Landschaft verwandelt oder löst sich in anderen Arbeiten in graphische Formen und Linien auf.
Die neu entstandenen Bilder liefern gleichsam einen Art Fingerprint mit einem hohen ästhetischen Reiz und nicht vorhersehbarer Schönheit.

Adi Hoesle, * 1959, 1988-89 Studium Malerei an der AdBK München bei Prof. Reipka
1989 – 1993 Studium an der Freien Kunstakademie Nürtingen, ABR Stuttgart, Gaststudent Joseph Kosuth, KA Stuttgart
1998 Gründung der Arbeitsgemeinschaft Retrograde Strategien
Hoesle lebt und arbeitet in Babenhausen und ist in zahlreichen nationalen und internationalen Privat- und Museumssammlungen vertreten.

© Adi Hoesle, nach Michelangelo Buonarroti  „Das Jüngste Gericht“, 2020
100 x 180 cm, Colour Print, Diasec, Auflage 3 + 1 AP

 

 

 

Galerie J.J. Heckenhauer

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